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Archetypen-Spielhilfe

Gestern Abend ist – wie Nandurion berichtete – die Archetypenspielhilfe online gegangen, deren Inhalt ich vor

etwa einer Woche bereits kurz beschrieb: Eine Sammlung von sechs tulamidischen Archetypen mit aranischem Schwerpunkt, von denen drei Stück von mir und weitere drei von Verena Schneider stammen.
Verfasst wurde die Spielhilfe von Alex Spohr und Marc Jenneßen.

Die PDF ist derzeit bei dsa4 erhältlich, möglicherweise wird sie zu späterer Zeit auch noch auf anderen Plattformen herunterzuladen sein. Als verantwortlicher Zeichner fallen einem kleine Unstimmigkeiten natürlich besonders schnell auf, deshalb war ich zuerst erschrocken, dass die Bilder durch die PDF-Konvertierung doch etwas an Qualität lassen mussten. Besonders auffällig ist es bei Hellah. Ich hoffe wirklich, dass sich das noch irgendwie ausbessern lässt.

Alle drei sind jetzt in voller Qualität bei Deviantart hochgeladen:

Alles in allem kann ich abschließend sagen, dass es ungemein viel Spaß gemacht hat beim Aranische-Archetypen Projekt mitzuzeichnen, was einerseits an der Thematik liegt (ich persönlich mag die tulamidische Mode sehr gerne entwerfen und zeichnen) und zum anderen an der weit abgesteckten zeitlichen Begrenzung – wir hatten viele Monate Zeit und der Abgabetermin lautete anfangs in etwa: ‚Irgendwann Anfang 2011‘.

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Digitales Malen

Es ist soweit, ich habe mein erstes farbiges Bild fertig gestellt, das komplett am Computer mit Graphik-Tablet gemalt wurde – und nicht nur das, es ist auch das erste abgeschlossene Farbbild im neuen Jahr. 🙂
Zwar sind einige Illustrationen wie der Hirschkäfer oder der Minotaurus auch digital coloriert, aber zu denen gab es wenigstens  traditionelle Bleistiftskizzen.

Richard (so der Name des DSA-Charakters, der dargestellt ist) ist nun vollständig digital – von der Skizze an, bis natürlich zum Endergebnis.
Schon seit Längerem wollte ich das digitale Malen üben, weil ich darin einfach so gut wie kaum Erfahrung habe. Gestern Nacht bin ich dann endlich dazu gekommen so eine Übung dazwischen zuschieben – in Form von Richard.
Es handelt sich bei dem Bild gleichermaßen um ein Training der Computercolorationsfertigkeiten (was für ein Wort), als auch um ein Geschenk für einen guten Freund.
Denn ursprünglich war ‚Richard‘ als Weihnachtsgeschenk gedacht – nur das er leider wegen meines PC-Crashes im Dezember nicht fertig wurde, da ich an meine Daten vorerst nicht herankam.

Um einen Einblick zu bekommen wie die einzelnen Arbeitsschritte ausgesehen haben:

Insgesamt hat Richard mich gute 14 Stunden gekostet (allerdings war er bis gestern Nacht schon im Dezember zur Hälfte fertig geworden). Ich habe ausschließlich einen einzigen Pinsel verwendet und kein Verwischen-Tool genutzt, sondern einfach mit dem Druck des Stifts gearbeitet. Deckkraft und Fluss blieben permanent auf 100%.
Der Pinsel ist eine Eigenanfertigung eines Deviantart-Mitglieds, der zum freien Download zur Verfügung gestellt wurde:Brushu

Richard in höherer Auflösung gibt es auch bei Deviantart zu sehen: Handsome Richard

 

Aranische Archetypen

Im Rahmen der Planung des aus drei Abenteuern bestehenden Bandes Schleiertanz (weitere Informationen hierzu im Ulissesforum), dessen Thematiken im aranischen Raum angesiedelt sind, entsteht auch neues Begleitmaterial zu Aranien an sich (als Download, im Boten, etc.).
Dazu gehören unter anderem ein halbes Dutzend Archetypen, die zum Teil bereits auf der Dreieich-Con ’10 vorgestellt wurden und die zum Download verfügbar sein werden.

Die Hälfte dieser beispielhaften Charaktere habe ich übernommen: einen Säbeltänzer, eine Magierin und eine Balayan.
Den anderen Dreien hat sich Verena Schneider gewidmet, deren Homepage bei meinen Links aufgeführt ist.

Entstanden sind die Zeichnungen zeitlich in dieser Reihenfolge – zuerst der Säbeltänzer, dann die Magierin und schlussendlich die Schwertgesellin -, in einer Zeitspanne von fast einem halben Jahr.
Zuerst existierte zu jedem Charakter nur eine Bleistiftzeichnunge. Es folgte eine Umsetzung als digitales Lineart, ehe ich ebenfalls mittels eines Graphiktablets digital colorierte (die Umsetzung eines jeden Charakters dauerte im Schnitt etwa 8 Stunden).
Es finden sich hier jetzt nur die kleinen Gesichtsausschnitte, da ich es mir zu einer Art Prinzip gemacht habe, erst die komplett fertigen Gesamtwerke bei Deviantart zu veröffentlichen, sobald auch das eigentliche Material offiziell zu haben ist.

Jahreswechsel

Besser spät als nie, deshalb wünsche ich mit einer Woche Verspätung allen einen guten Start ins neue Jahr gehabt zu haben!

Leider kam ich erst seit Vorgesternabend wieder an meine Daten, darunter auch alle Bilder, an denen ich gerade digital gearbeitet hatte. Der Grund: Eine Woche vor Weihnachten ging mein Mainboard kaputt (und zusätzlich die Windows 7 Installation), so dass mein PC über die Feiertage beim Spezialisten ‚in Behandlung‘ war.
Seit heute ist er wieder im Originalzustand will ich meinen: Alle Programme sind erneut zugegen, die ich dringend brauche und auch sonst hab ich glücklicherweise keinen großartigen Datenverlust zu beklagen.

Mit 2011 startet ein neues Jahr der Stiftschwingerei, was mir den Anlass gibt, mir die Wochen des ehemaligen Jahres noch einmal genauer zu begucken. Ich finde immer interessant, mir Monat für Monat die zeichnerischen Ergebnisse anzusehen und sie zu vergleichen, besonders natürlich in der Hoffnung, mich verbessert zu haben.
2010 war für mich ein sehr wichtiges und ereignisreiches Jahr, da ich praktisch erst in diesem wieder exzessiv mit dem Zeichnen angefangen habe – davor habe ich von Ende 2004 bis Mitte 2010 eigentlich gar nicht bis kaum gezeichnet (hauptsächlich aufgrund des Studiums ab 2006).

Unbewusst zu den Lebenden zurückgeholt hatte mich Alex Spohr mit einem interessanten Charakterzeichnungsaufruf  für seine Intrigenspielhilfe letzten Sommer im Ulisses-Forum: Meister der Intrigen
…und einige Wochen später folgte das Ereignis des Jahres schlechthin – zumindest für mich persönlich: Ich durfte mehrfach für den Aventurischen Boten zeichnen und sogar eine Zeichnung für die Dunkle Zeiten Box beisteuern.
Ich kann sagen, dass ich mehr als froh darüber bin, dass ich vor einem halben Jahr zu meiner liebsten Tätigkeit zurückgefunden habe und natürlich auch darüber, wie sich die Dinge daraufhin im letzten Jahr entwickelt haben.

2010

2010 (bitte klicken zwecks größerer Ansicht)

 

Zuletzt ein erster Ausblick auf 2011 – das erste (noch nicht fertige) Ergebnis dieses Jahres: Eine kleine Drow-Portraitstudie. Desweiteren arbeite ich an fünf Privataufträgen (hauptsächlich Heldenzeichnungen), dem letzten der drei Archetypen für die Aranien-Anthologie Schleiertanz, den zwei fehlenden Charakterportraits fürs shikanydad.de, zwei ausstehenden graphischen Geschenken und einigen weiteren freiwilligen Illustrationen.

Portraituebung

Portraitübung: Velvel d'lil Ulnar

 

Der Aventurische Bote #144

Da hatte der Aventurische Bote der Post wohl doch zu gut gefallen: Auf dem üblichen Wege ist die Zeitschrift bei mir dieses Mal Ende November nämlich nicht angekommen – möglicherweise ist auch das Schneechaos im Norden dafür verantwortlich, aber mir ging die Vorstellung der botenlesenden Postleute nicht aus dem Kopf.
Das erste Mal seit Jahren, dass ich jeden Tag auf den Postboten gewartet hatte – schließlich sind wieder zwei von mir gezeichnete Illustrationen abgedruckt und die wollte ich unbedingt sehen:
Einmal ein digital gemalter Minotaurus für den Artikel Tractatus contra Bestias und ein Portrait  des neuen Komturs von Jergan: Iradon Kolenfeld von Graî für den Ingame-Teil.
An den Ersatz des verschollenen Boten zu gelangen, stellte sich letztlich glücklicherweise als nicht sonderlich schwer heraus. Eine Mail an die Media-Print PerCom GmbH & Co. KG  hat gereicht und wir haben schnell und unverzüglich einen neuen Boten zugeschickt bekommen. So einfach sollte sowas immer laufen. 🙂
Unsereins konnte Anfang der zweiten Dezemberwoche also auch endlich im neuen Boten stöbern. Drei schöne schwarz-weiße Illustrationen von meiner Kollegin Melanie Maier zieren ebenfalls die Seiten des Boten (Ganz besonders toll fand ich ja die alchimistischen Reagenzien mit der Waage im Hintergrund.).

Der Minotaurus
– hat besonders großen Spaß gemacht. Was Farbbilder angeht, so fertige ich am liebsten solche an, auf denen nur eine einzelne Figur dargestellt ist in Kombination mit einem nicht zu detailreichen Hintergrund – man kommt bei solchen Motiven schnell voran und kann zügig die Früchte seiner Arbeit betrachten, bewerten und verbessern. Wie ich auf Deviantart schrieb, ist mir nur aufgefallen, dass der Druck letztendlich sehr dunkel geworden ist. Woran genau es liegt kann ich nicht sagen, aber ich werde die Ratschläge von Melanie und Verena Schneider beherzigen und in Zukunft sowohl vorher digital prüfen, wie die farbige Hintergrundstruktur der Botenseiten durch den Multipliziereneffekt auf das Bild wirkt und zusätzlich die Illustrationen einen Tick zu hell abgeben.
Die Skizze des Minotaurus entstand per Bleistift, der Rest komplett digital. Ich bin noch nicht sonderlich geübt, was vollständig digital erstellte Bilder angeht, aber ich kann bereits merken, wie es mir nach und nach leichter fällt. Besonders beim Minotaurus fiel es besonders auf. Ich habe letztendlich etwa halb soviel Zeit gebraucht, wie ich anfangs einkalkuliert hatte. Zusätzlich liegt es wohl auch daran, dass die Kreatur wenig schmückende Details besitzt, die Stunden gekostet hätten.

Iradon
– Ich liebe diesen an mittelalterliche Holzschnitte erinnernden Lineart-Stil, wie ich ihn sowohl für Iradon als auch Firun & Fjadir genutzt habe. Diese gestrichelten Schattierungen, die dicken schwarzen Outlines der Figuren, die Gestaltung des Himmels der Hintergründe. Ich kann wirklich behaupten, dass diese Technik, die ich mit Bleistift und Fineliner beginne und dann nochmal digital komplett nachziehe mittels verschiedener Layer (für einheitlichere Striche) zwar recht lange dauert, aber meine absoluten Lieblingsergebnisse erzielt. Ähnliche Bildtypen finden sich im Rondra-Vademecum – auch da fasziniert mich diese Technik die in der Publikation von Andi Aigner umgesetzt wurde. Meine derzeitige arbeitsbezogene Wunschvorstellung ist demnach das Illustrieren eines Vademecums oder eines anderen kleinen Büchleins im Stil eines Vademecums. Wie genial muss das sein – da verfällt man glatt in Träumerei. 🙂

Die Alessandra-Serie

Ende November konnte ich vier private Aufträge fertigstellen, die sich ganz und gar um einen einzigen Charakter gedreht haben: Alessandra.

Bei dieser jungen Frau handelt es sich um einen ausgesprochen hübschen, hochadeligen Taugenichts aus dem Horas-Reich. Der Auftraggeber wünschte sich drei Bilder in Farbe mit traditionellen Media coloriert und eines in Schwarz-Weiß. Die jeweiligen Bildmotive gab er wunderbar beschrieben und detailreich vor und ich versuchte die Vorstellungen umzusetzen.

  • Im Kleid mit Schirm
    Linien: Schwarzer Tuschestift, Bleistift
    Papier: Hahnemühle Fineart – Bamboo, 265 g/m2 – 125 lbs
    Farben: Aquarell Windsor & Newton, weißer Gelstift
    Gesamtdauer: ~ 8-9 Stunden
  • Mit Papagei am Hafen
    Linien: Schwarzer Tuschestift, Pitt Artist Pen B (grau)
    Papier:Hahnemühle Fineart – Allegretto 150 g/m2 – 70 lbs – rau
    Farben: Aquarell Windsor & Newton
    Gesamtdauer: ~10 Stunden
  • Beim Kartenspielen
    Linien: Schwarzer Tuschestift
    Papier: normales Druckpapier
    Farben: Buntstifte, weißer Gelstift
    Gesamtdauer: ~ 7 Stunden

 

Fazit: Jederzeit gerne wieder eine Alessandra! 🙂

Bei den ‚Derischen-Sphaeren“ handelt es sich um eine Community, die  inoffiziell DSA-Projekte entwickelt, die sich außerhalb von Aventurien oder Myranor bewegen, wie Uthuria, das Riesland oder die Welt Tharun.

Für das wilde Riesland jenseits des Ehernen Schwertes habe ich rund um den November vier Kulturskizzen mit Bleistift beigesteuert und zudem meine >eigene kleine Galerie< auf der Seite erhalten. Ich habe das Gefühl, dass es mir gut getan hat, mal etwas Dreckigeres und Wilderes zu zeichnen. Besonders bei den Angurianern ist es mir beim Zeichnen aufgefallen, dass auch der Bleistiftstrich weniger regelmäßig wurde, was mir gut gefällt. Ich will mehr Übung außerhalb von glatten, geraden Linien und mich darin Entwickeln ‚wüst‘ zu zeichnen und trotzdem gute Ergebnisse zu erzielen.

Die vier vollständigen Endergebnisse sind auch in meiner Deviantartgalerie zu betrachten: