Zu aktuellen Jubiläumsausgabe des myranischen Magazins habe ich im März drei Illustrationen für das Abenteuer ‘Der Eber von Oupolis’ von Mark Koschmieder gezeichnet. Letztendlich aber waren insgesamt vier Bilder enthalten, die ich beisteuern durfte: Der Artikel über die Gästevilla des Hauses Kouramnion und meine dazugehörige Zeichnung waren nämlich ursprünglich früher angedacht, so dass mein Beitrag aus dem August 2010 ist.
An dem Unterschied der Illustration von 2010 zu den aktuellen dreien kann man gut erkennen, dass ich versucht habe und immer noch versuche ‘mein’ Zeichenmedium zu finden. Die Gästevilla ist mittels Bleistift, schwarzer Tusche und schwarzem Filzstift entstanden, die Oupolis-Illus mit Bleistift und Copic Markern. Letzteres dauert zeitlich sehr viel weniger lange, wirkt aber vielleicht etwas zu blass. Schon seit geraumer Zeit überlege ich hin und her, ob es Sinn macht
und nötig ist und zusätzlich für mich hilfreich, wenn ich mich auf ein Medium oder vielleicht zwei konzentriere. Caryad beispielsweise bringt man mit ihrem frühen Punzelstil, Aquarell und Bleistift/Tusche in Verbindung. Melanie Maiers Werke sieht man hauptsächlich digital oder mit Copicmarker erschaffen (kurzzeitig Aquarell). Mia Steingräber überzeugt mit ihrer Art wie sie mit Bleistift, Wischstift und Pitt-Artist Pens umgeht. Tristan Deneckes Bilder sind fast immer digital gezeichnet, ebenso wie die neuen Sachen von Verena Schneider. Usw. Wenn ich durch meine Galerie sehe, ist da eigentlich nur Chaos. Anstatt mich auf wenige Media zu spezialisieren, probiere ich monatelang alles Mögliche aus. Irgendwie habe ich aber allmählich das Gefühl mal eine direkte Linie in meine Zeichnungen reinbringen zu müssen. Und ich habe das unbestimmte Gefühl, dass es sich langfristig in Richtung der Kombination ‘mal Copicmarker, mal digital’ entwickeln wird. Auch wenn ich mir immer noch unschlüssig sind, ob es bei meinem Stil besser aussieht schwarze Tuschelinien zu Bleistift und Copic Marker zu zeichnen (wie bei ‘Knochenblei und schwarzes Blut’) oder ob ich auf die festen Linien besser verzichten und es bei Bleistift + Copic Marker (wie die jetzigen Illus
der Memoria Myrana 30) belassen sollte…
Das Eberzeichnen war im Übrigen gar nicht so einfach!
Ich war den ganzen März, also während der Zeit, in der diedrei MM-Illustrationen entstanden sind, bei meinen internetlosen Eltern. Normalerweise suche ich bei solchen nicht alltäglich zu zeichnenden Geschöpfen nach Fotoreferenzen im Netz, wo ich mir dann nochmal genau ansehen kann, wie denn beispielsweise so ein Eberkopf aussieht. Nur leider funktionierte das diesmal nicht. Deshalb sieht der Eber vielleicht auch eher wie eine Mischung aus Kuh und Hund aus.
Wer die Memoria Myrana 30 noch nicht hat – Zum kostenlos runterladen gibts das Magazin hier: Memoria Myrana
Bild Nr. 4 ist übrigens absichtlich nicht abgebildet. Hierfür kann dann ja ein Blick in die neue MM geworfen werden. ;D


Vom Stil her gefällt mir die Gästevilla eindeutig besser als z. B. der Eber. Auch die Bilder in Knochenblei würde ich – trotz des Motivs – vorziehen. Ich würde daher sagen, dass der größere Aufwand auch ausagekräftigere Bilder hervorbringen kann.
LG
Peter
p.s. Gefallen tun mir übrigens sowohl die einen, wie auch die anderen Bilder.
[...] Knochenbleich und schwarzes Blut (s. Bild) und denkt laut über ihren eigenen Stil nach, an Hand ihrer Bilder zur aktuellen Ausgabe der Memoria [...]